reflections

Über

Ich bin 49 Jahre alt, bin verheiratet , habe 3 Kinder und einen Hund. Momentan bin ich anorektisch (magersüchtig) . Hier möchte ich meine Gedanken und Ereignisse meines teilweise mittlerweile anstrengenden Alltags aufschreiben.

Alter: 50
 


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Unser Hochzeitstag

Dieses Jahr wollten wir an unserem Hochzeitstag etwas Wellness machen und anschließend etwas essen gehen.

Am Morgen ist mein Mann noch arbeiten gegangen und ich bin in die Stadt um eine Kleinigkeit für ihn zu besorgen. Meine Wahl fiel auf auf ein feines Parfüm und mein Mann hat sich sehr darüber gefreut. Im Gegenzug hatte er für mich einen wunderschönen Blumenstrauß besorgt.

Gegen Nachmittag sind wir dann in ein Wellnessbad gegangen und zunächst bin ich kurz im normalen Schwimmerbecken draußen schwimmen gegangen, während mein Mann das Thermalbad bevorzugte, da er es draußen zu kalt fand. Ich schwamm vier Bahnen und obwohl ich noch stundenlang hätte weiter schwimmen können, bin ich doch danach zum Thermalbecken, weil ich mir dachte, dass es ja ein gemeinsames Erlebnis sein sollte und es mein Mann bestimmt nicht schätzt, wenn wir beide in unterschiedlichen Becken sind.

Tatsächlich wurde ich durch sein erfreutes Lächeln belohnt und auch durch die Aussage, dass er sich freut, dass ich schon so bald wieder zu ihm zurückgekommen bin – er hatte es wohl (aus Erfahrung) nicht vermutete, dass ich so bald zurück sein würde.

Dann sind wir in die Sauna gegangen. Für mich ist das immer ein bisschen gruselig. Ich habe Angst mich ganz blank vor allen zu zeigen und so ist es für mich durchaus eine ziemliche Überwindung meinen Bademantel vor der Sauna abzustreifen und nur mit einem Handtuch bewaffnet hineinzugehen. Da ich sehr selten in die Sauna gehe, ist es auch jedes Mal ein kleiner Schock, wie warm es tatsächlich darin ist und der erste Saunagang viel deshalb auch recht kurz aus, da ich zunächst mit der Hitze nicht klar kam und mein Herz total raste. Mein Mann nahm es mit Fassung, dass wir nur ein paar Minuten blieben und wir widmeten uns einer „Erlebnisdusche“. Ich hatte das Glück sanft von den Seiten mit kaltem Nebel besprüht zu werden, was angenehm war, mein Mann hingegen probierte den „Regenwaldshower“ und es prasselte ein sehr üppiger Schwall von kaltem Wasser auf ihn nieder, was weniger zum wohlfühlen war.

Nachdem wir kurz etwas getrunken hatten, probierten wir das Dampfbad, was ganz ok war und anschließend sind wir in einen Ruheraum mit Panoramablick gegangen. Auf der Liege mit bestem Blick lag ein alter Mann der schlief. Nach einer Weile schnarchte er dann in den höchsten Tönen und so durchdringend, dass wir dann wieder gingen, da das sehr störend war.

In die nächste Sauna sind wir dann zeitlich so gegangen, dass wir noch Zeit hatten bevor der Aufguss kam. Erstens war es dann in dieser nicht so voll und zweitens mag ich keinen Aufguss. Die Sauna war auch relativ leer und wir begannen uns zu entspannen. Nach einer Weile jedoch fing eine Frau hinter uns an herumzuturnen, sich den Körper zu reiben und penetrant zu seufzen und zu stöhnen an. Die anderen Gäste der Sauna waren auch sehr irritiert und es war wirklich sehr störend. Kurz darauf kamen dann wie im Taubenschlag so viele Leute herein, dass wir dann früher als geplant diese Sauna verließen.

Wir starteten einen zweiten Versuch uns im Ruheraum zu entspannen und das Glück schien uns hold, da noch niemand darin war und wir die schönsten Plätze mit dem besten Blick für uns beanspruchen konnten. Doch kaum hatten wir uns entspannt, ging die Türe auf und mit schleppenden Schritten kam der alte Mann von vorher hinein, ließ sich auf einer Liege neben uns nieder und räkelte sich mit undefinierbaren Lauten. Deshalb verließen wir den Ruheraum wieder.

Als letztes sind wir noch in die Biosauna und auch da war es sehr kurios. Eine junge Frau fing nach kurzer Zeit an zu turnen und präsentierte sich schließlich in dem sie die Beine nach oben streckte und in der Kerze verharrte. So hatte man volle Sicht auf ihren wohlgeformten Po und ihre Scheide. Obgleich mein Mann nicht verklemmt ist, meinte er nach kurzer Zeit, er hätte keine Lust sich die ganze Zeit die Rosette der Dame anzusehen. Also sind wir da auch früher wieder gegangen als geplant.

Schließlich sind wir dann bald unter die Dusche und anschließend mit dem Bus nach Hause gefahren, da wir noch Essen gehen wollten.

Nachdem wir uns gerichtet und in die Stadt gefahren waren, fanden wir ein nettes kleines Restaurant das Sushi und Grillspezialitäten anbot. Wir nahmen beide Sushi – ich die vegetarische Variante, da ich mich momentan überwiegend vegetarisch ernähre – und es war wirklich lecker. So hatten wir noch einen schönen Abend und waren beide glücklich.

Als Fazit kann man sagen, dass man bei einem Saunabesuch auch jede Menge kuriose Leute treffen kann, was zwar etwas nervt aber dazu beiträgt, dass man diesen so schnell nicht vergisst und dass wir uns als Paar immer noch recht gut verstehen.

21.9.17 15:40, kommentieren

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Schöne Urlaubstage mit der Familie in den Bergen

Wir haben uns noch relativ spontan dazu entschieden einmal wieder mit der ganzen Familie einschließlich Hund noch ein paar Tage in den Bergen in Österreich im Montafon Urlaub zu machen.

Also suchte ich im Internet nach einer geeigneten Unterkunft. Anfänglich gestaltete sich meine Nachfrage ob man für 3 Erwachsene (mein Großer ist ja schon 19 Jahre alt), 2 Kinder und einen Hund eine Unterkunft bekommen könnte etwas schwierig, doch schließlich habe ich eine sehr schöne Ferienwohnung mit 3 Schlafzimmern mit jeweils 2 Betten, einem Wohn/Esszimmer, einer geräumigen Küche und einem gepflegten Badezimmer gefunden und ganz unkompliziert habe ich via Email mit der Vermieterin den Zeitraum und die Bezahlung klar gemacht und zudem noch liebevolle Hinweise und Tipps für den Urlaub bekommen.

Ende August ging es dann los und wir waren nach relativ kurzer Reisezeit an unserem Ziel. Eine Frau, die dort im Haus die Ferienwohnung verwaltet, zeigte uns die Wohnung die sehr schön und gepflegt war und nachdem wir ausgepackt und uns ein wenig frisch gemacht hatten, erkundeten wir an diesem Abend noch das kleine Örtchen und gingen in ein griechisches Restaurant zum Abendessen. Was sonst immer von mir gefürchtet ist, war aber sehr entspannt und ich konnte ein Gemüsegericht bestellen, was mir auch gut schmeckte.

Der Weg zurück zur Wohnung war wunderschön, da diese auf einer Anhöhe lag und unser Hund freute sich auch sehr über den langen Spaziergang zurück und tobte sich auf den umliegenden Wiesen aus. An diesem Abend packten wir noch ein Kartenspiel aus und hatten mit unseren Kindern sehr viel Spaß beim gemeinsamen Spiel.

Am nächsten Morgen sind mein Mann und ich dann relativ früh zusammen mit dem Hund ins Dorf gelaufen um Brötchen zu holen. Als wir an einem Hof vorbeikamen, der am Weg lag, kam ein Border-Collie-Mischling (wie wir später erfahren haben) auf unseren Hund zu und beide haben sich angeknurrt und unser Hund hat auf „dicke Hose“ gemacht. Trotz des kurzen Schlagabtausch, sind sie sich dann aus dem Weg gegangen und für uns bestand keine Notwenigkeit einzugreifen.

Zurück in der Wohnung hatte unsere Tochter schon den Tisch gedeckt und für uns einen Kaffee zubereitet. Sie hatte sich so in die Wohnung verliebt und es machte ihr Spaß so zu tun als ob die Wohnung ihr gehörte. So hatte sie riesig Spaß daran zu erkunden, wo Platzsets, Untersetzter, Brotkörbchen usw. waren.

Nach einem harmonischen Frühstück sind wir dann in ein Sport-Outlett gefahren, da unsere Tochter sich zwar feste Schuhe für die Berge gekauft hatte, diese aber schusseligerweise Zuhause vergessen hatte. Dort wurden wir dann fündig und nachdem wir kurz wieder in der Ferienwohnung waren und uns umgezogen hatten, ging es endlich mit der ersten Tour los.

Wir fuhren an den Silvretta-Stausee der recht hoch liegt und die Kinder und wir hatten viel Spaß auf einem Wanderweg diesen zu umrunden. Sehr schön waren die umliegenden Berge und die Wasserfälle die am Weg entlang mit Getöse den Berg hinunter rauschten.

Unterwegs waren wir ca. 2 Stunden und obwohl es zwischendurch etwas regnete, war es eine gelungene kleine Wanderung.

Am nächsten Tag wählten wir eine Tour die direkt von unserer Ferienwohnung aus ging. Ein sehr schmaler Pfad führte uns zunächst eine Wiese hinauf und ging dann weiter in einen Wald. Nachdem wir schon ein recht steiles Stück bewältigt hatten, war plötzlich eine Absperrung wegen Waldarbeiten mitten im besagten Wald. Wir stellten uns die Frage, ob wir nun weitergehen oder wieder zurück sollten. Zu hören war nichts von Waldarbeiten und so gingen wir weiter. Der Weg war sehr abenteuerlich und wir kletterten teilweise auf allen Vieren den Abhang im Wald hinauf.

Als wir oben waren war ein sehr liebevoll angelegter kleiner Balance-Spielplatz zu sehen auf dem man über Baumstämme balancieren konnte und so verbrachten wir etwas Zeit dort.

Der Weg zurück war dann nochmals abenteuerlich denn es ging wieder auf einem steilen, teilweise recht rutschigen Weg zurück und ab und an hielten wir uns an Bäumen und Wurzeln fest um nicht abzurutschen. Trotzdem oder auch deswegen hatten wir viel Spaß und waren ziemlich müde als wir nach 3 Stunden wieder in der Wohnung waren.

Als wir wieder zurück waren, beichtete uns unsere Tochter noch dass sie zu wenig Insulin für ihre Pumpe mitgenommen hätte und zudem entdeckten wir eine Zecke bei unserem Jüngsten und auch bei unserem Hund. Also suchten wir die nächste Apotheke in auf, die im nächsten Dorf lag. Obwohl sie schon zu hatte, konnte man klingeln und ein sehr charmanter Österreicher hatte dann eine Zeckenzange und das passende Insulin für uns. Erleichtert sind wir anschließen wieder in unser Feriendomizil und nachdem die Pumpe wieder mit Insulin befüllt und die beiden jüngsten Familienmitglieder von den lästigen Zecken befreit waren, konnten wir ganz entspannt noch im Ort in einem gut bürgerlichen Restaurant mit heimischer Küche, was für die Jungs Schnitzel mit Pommes und für meine Tochter und mich Gemüse mit Reis hatte, den Abend schön ausklingen lassen.

Am leider schon letzten Tag sind wir dann in einem Tal gewandert und anschließend noch mit einer Bergbahn auf einen Berg gefahren und dort etwas gelaufen. Etwas ungeschickt war, dass ein anderer Hund auch in der Bahn war und unseren nicht mochte. So mussten wir beim Einsteigen darauf achten, dass sich beide nicht in die Quere kommen, was dann zum Glück auch gelungen ist.

Leider war am nächsten Tag schon wieder Abreise und auch diese war ganz entspannt, alle packten mit an und in recht kurzer Zeit waren unsere Sachen wieder im Auto verstaut und wir sind anschließend recht entspannt wieder nach Hause gefahren.

Es war ein schöner Urlaub und es hat unglaublich viel Spaß gemacht mit unseren Kindern und dem Hund gemeinsam zu wandern und abends zu spielen.

Ich habe mich so gut gefühlt und bin dankbar und glücklich eine so tolle Familie zu haben.

16.9.17 00:05, kommentieren



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