reflections

Verhandlungen mit meiner Psychologin und ein spontaner Arztbesuch

Gestern war wieder Therapie und momentan bringt mich diese schon an meine Grenzen. Nicht dass ich etwa etwas aufarbeite was mich belastet, nein es ist die eigentlich nicht wirklich schwere bzw. für andere völlig lächerliche Aufgabe mir ein zeitliches Ziel zu setzten, wann ich 38 Kilo wiegen werde.

Dabei soll ich den Monat bestimmen. Und wie ich es auch drehe und wende, natürlich passt mir keiner und im Vorfeld meinte meine, mich in diesem Fall natürlich durchschauende Psychologin, die Zielsetzung Dezember 2017 scheidet aus.

Nun habe ich zuerst an Mai gedacht, da in diesem Monat das Freibad wieder aufmacht und ich in kühlerem Wasser an der Luft mit jedem Kilo mehr länger schwimmen kann. Hört sich zwar vernünftig an aber da war wieder der kleine Teufel Ana, der mir sofort wieder sagte, dass ich doch ohnehin jedes Jahr zu Beginn der Zeit, in der man wieder mehr Haut zeigt, Probleme damit habe, dass ich mir so dick vorkomme und das Gefühl habe dringend wieder mehr abnehmen zu müssen.

Generell, überlegte ich,natürlich mit einer sehr präsenten Ana, dass es im Sommer sowieso ungünstig sei, da ich da nicht wirklich viel essen kann, weil es ja so heiß ist.

Also unterbreitete ich in der letzten Stunde den Vorschlag für den Monat Oktober und hatte gleichzeitig noch eine weitere Idee, dass ich sie fragen könnte ob ich, wenn ich auf 39 Kilo zunehmen würde, sie mir die Mitgliedschaft in einem Fitness-Studio befürworten würde.

Zum Vorschlag Nummer 1 – im Oktober 38 Kilo meinte sie, das sei Vermeidung (hat sie ja auch recht) und sie fände gerade den Sommer gut, da ich mich dann an das Gewicht gewöhnen könnte und feststellen könnte, dass ich auch mit 38 und natürlich auch mit 39 Kilo nicht viel anders aussehen würde – was ja nach dem Klinikaufenthalt auch so war, meine Kleidung hat noch wunderbar gepasst nur dass ich im Gesicht nicht mehr so eingefallen war und ich wieder belastbarer war….

Zum zweiten Vorschlag meinte sie, dass sie sich das gut überlegen will, eigentlich findet sie das Gewicht noch zu niedrig, andererseits ist es ja so, dass es für mich besser ist „in der Öffentlichkeit“ Sport zu machen als alleine Zuhause, da ich da mehr auf mich achte, da ich auf keinen Fall umkippen möchte, was mir Zuhause relativ egal ist, sofern ich wieder alleine auf die Beine komme – was jedes Mal der Fall war – in der Öffentlichkeit wäre es mir unendlich peinlich.

Jedenfalls will sie es sich überlegen und ich bin doch sehr gespannt und hoffe, dass sie zustimmt.

Etwas Sorgen hat mir zwischenzeitlich mein Arm gemacht, der sich nach dem Blut abnehmen ja so wunderbar verfärbt hat und die Vene mich sehr schmerzt.

Gestern Abend habe ich dann zusätzlich noch einen roten Strich in Richtung Ellenbogen bemerkt und zudem, dass sich der Bluterguss immer weiter ausbreitet. Nachdem ich das meinem Mann gezeigt habe und zudem wirklich starke Schmerzen beim Beugen des Arms habe, hat der im Netz geschaut und kam von einer Venenentzündung bis hin zur Blutvergiftung. Er war sehr beunruhigt und entsprechend war die Nacht, da ich erstens mit dem schmerzenden Arm kaum bequem liegen konnte und mein Gatte auch unruhig schlief und ab und an seine Hand auf mich legte, wohl um festzustellen ob ich Fieber habe.

Heute Morgen habe ich sogleich Kontakt zu meiner Freundin aufgenommen und sie meinte ich soll so schnell wie möglich in die Praxis kommen, damit sie sich den Arm ansehen kann. Mein Mann hat mich dann auf den Weg zu seiner Arbeitsstelle dahin mitgenommen.

Zum Glück sieht es wohl nicht wie eine Entzündung aus, allerdings ist es ein beachtlicher Bluterguss, den man noch deutlicher sieht als normalerweise üblich, da meine Arme kein Unterfettgewebe mehr haben und so sieht man Dinge, die normalerweise im Verborgenen bleiben. Zudem ist das Blut wohl an einen Nerv gekommen, deshalb die Schmerzen.

Ich bekam einen Salbenverband und ein Rezept für eine Salbe für den Bluterguss und bin nach einem kleinen Stadtbummel wieder nach Hause gefahren.

Zuhause habe ich heute relaxed, keinen Sport gemacht und heute Abend geht es meinem Arm schon wesentlich besser.

Eben hat sich meine Freundin nochmal erkundigt wie es mir geht, darüber habe ich mich sehr gefreut. Ich habe ihr auch gesagt, dass ich künftig mich früher melde, wenn ich Schmerzen habe.

Ich denke halt bei den meisten Sachen, dass ich da alleine durch muss obwohl man bei ganz vielen Dingen sich von anderen helfen lassen kann. Das muss ich noch lernen und eigentlich kann man sich dadurch das Leben leichter machen….

27.1.17 00:03

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