reflections

Ein neuer Sportkurs und dabei in der dritten Stunde ausgeknockt...

habe ich mich.

Aber zunächst die Ereignisse der letzten Wochen.

Nachdem ich mit meiner Psychologin in Verhandlungen getreten war, ging es mir die kommenden Tage danach nicht wirklich gut. Ich hatte wirklich große Angst vor einem strikten „Nein“ zum Fitness-Studio und nachts plagten mich Träume in denen ich mich zunächst in einem Fitness-Studio befand, in dem meine Psychologin auch war und das sich dann in eine Art Verkaufsmesse für Essen verwandelte und ich plötzlich von lauter „Fress-Ständen“umgeben war. Was sich für viele Menschen verlockend anhört, ist mein persönlicher Albtraum.

Irgendwie fühlte sich dann auch plötzlich die Idee mit meiner Psychologin über ein Fitness-Studio zu verhandeln, falsch an und ich bereute fast schon, dass ich es vorgeschlagen hatte. Anfänglich hatte es sich so gut angehört, sozusagen mit ihrem Segen Sport zu machen, andererseits wollte ich es mir auch nicht verbieten lassen.

So bin ich dann sehr unruhig in die nächste Stunde gegangen und überlegte, was sie wohl sagen würde. Und irgendwie haben wir wohl beide gefühlt, dass das so nicht gehen konnte. Sie erklärte mir, dass sie ja nicht über mein Leben bestimmen könne und dass sie anfänglich schon dachte, dass es vielleicht eine Chance für mich sei aber die Verantwortung könne sie natürlich auch nicht übernehmen. Irgendwie war ich doch erleichtert und fühlte mich dadurch besser.

Neben meiner Therapiestunde beschäftigte mich dann noch ein Gespräch von dem selben Morgen bei meinem Kurs Bodyforming. Mehrere Frauen unterhielten sich über einen Kurs, der Donnerstagabend statt findet und der noch etwas mehr Power hat. Eine von den Frauen, die mir sehr sympathisch ist, meinte, dass das ja auch was für mich wäre, da ich wie sie auch jeden Montag und Mittwoch im Sport bin. Einzig, dass man dort zum Aufwärmen Seil-Springen macht, ließ mich etwas zögern, da ich oft Koordinierungsschwierigkeiten mit meinem Körper habe (bin bekennender Bewegungslegasteniker) und das bislang nur sehr schlecht kann.

Am nächsten Tag, habe ich den ganzen Tag überlegt, ob ich nun abends zum Sport gehe oder nicht. Ich wollte schon, hatte aber Angst vor der mir noch unbekannten Trainerin, den anderen Frauen, vor dem Seil-Springen und überhaupt, dort alles nicht zu können, was ich ja aber ohnehin immer von mir denke, egal was es ist.

Nachdem ich Zuhause dann im Vorfeld nochmal das Seil-Springen geübt hatte und das sogar besser klappte als gedacht, bin ich dann mit klopfendem Herzen pünktlich in die Turnhalle.

Zum Glück kannte ich ganz viele Frauen von den anderen Sportkursen und die Trainerin kannte ich von unserem Hund, da sie auch einen hat und so war sie mir nicht ganz fremd.

Dann ging es auch schon los, wir mussten uns einen Stepper, ein Flexi-Band und ein Springseil holten. Es wurde laute Musik gemacht und wir machten eine recht flotte Schrittfolge auf und um den Stepper herum. Dazwischen wurde auf der Stelle gejoggt, Seil gesprungen, was mir sogar gut gelang, ich verhedderte mich nur so jedes 6. Mal, es folgten Kick-Boxen und dann kamen Übungen für den Bizeps, die Bauchmuskeln usw. dran. Bei den Bauchmuskeln ging es aber nicht, wie in den anderen Kursen bequem auf die Matte, sondern diese wurden auf dem harten Stepper gemacht, so dass ich jeden Knochen und jede Rippe schmerzhaft spürte, so dass ich tatsächlich einen Moment dachte, dass etwas mehr Speck auf denselben nicht so schlecht wäre.

Das ganze ist wie gesagt sehr flott und die Trainerin ruft und zählt runter, immerhin mit ab und an aufmunternden Rufen wie „Ihr schafft das“ und „Geht es Euch noch gut“. Dazwischen gab es auch noch den Ruf „Trinkpause“ was für mich doof war, da ich nichts zu trinken dabei hatte, da ich es bei den anderen Kursen echt nicht brauche, hier aber schon.

Nach der Stunde war ich echt ziemlich fertig, aber auch unheimlich glücklich. Ich konnte mithalten, kam durchaus an meine Grenzen, habe aber alles geschafft. Ich war total zufrieden. Die Trainerin fragte mich auch ob es mir gefallen hätte und die anderen Frauen, die mich kannten auch. Das fand ich echt gut.

Mehr als zufrieden bin ich nach Hause gegangen, habe gemütlich geduscht und mit der Familie entspannt zu Abend gegessen (nach dem Sport ist das Essen meistens ganz entspannt). Das wird jetzt mein neuer zusätzlicher Sportkurs und ich bin happy darüber.

Am nächsten Tag hatte ich auch tüchtig Muskelkater, was ich ja liebe und die Woche endete damit, dass ich meinen Jüngsten am Freitag in der Schule abholen musste, da er während des Unterrichts eingeschlafen war, weil er plötzlich Fieber bekommen hatte.

Das Wochenende war entspannt, unser Jüngster hat viel geschlafen und am Sonntagabend war er auch wieder fit. Dann wurde unsere Tochter noch krank, wie immer um diese Jahreszeit. Dieses Mal war es durch ihren Diabetes allerdings komplizierter, so dass sie in die Ambulanz der Klinik musste, damit die Zuckerwerte, die durch den Infekt durcheinander waren, neu eingestellt werden mussten.

Für mich gab es eine weitere sportliche Woche und ich genoss, den Donnerstag darauf wieder meinen neuen Sportkurs.

Die Woche darauf war ich am Montagabend noch im Sport und am Mittwochmorgen, war mir leider schwindlig und ich bin nicht in Sport gegangen, was mich zwar geärgert hat, aber es ging nun mal nicht.

Am Donnerstag war es wieder besser aber ich überlegte den ganzen Tag ob ich gehen soll oder nicht. Am Abend bin ich dann doch gegangen und es hat ganz gut geklappt. Ich konnte die Schrittfolgen schon viel besser und das Seilspringen gelang ohne mich einmal zu verheddern.

Leider tat mir dann aber noch in der Aufwärmphase meine Achillessehne plötzlich weh. Ich wollte aber nicht aufhören und zog die Stunde noch voll durch.

Damit niemand von den anderen etwas merkt bin ich dann – zwar mit Schmerzen, die mittlerweile recht heftig waren – ganz normal nach Hause gelaufen, habe geduscht und mich dann auf das Sofa verzogen. Als ich zwischendurch nochmal aufstehen wollte, habe ich gemerkt, dass ich den Fuß überhaupt nicht mehr abrollen kann. Ich habe dann gleich gegoogelt und mit meiner Freundin und Ärztin Kontakt aufgenommen, die meinte es bliebe mir nichts anderes übrig, als den Fuß zu schonen und ihn hochzulegen.

Also lag ich dann, nach einer unruhigen Nacht mit Schmerzen, den Freitag auf dem Sofa. Mein Mann hat von Zuhause aus gearbeitet, damit er mit dem Hund rausgehen kann, während ich auf dem Sofa lag und immer mehr verzweifelt war.

Erstens weckt es in mir eine undefinierbare Panik, wenn ich das Gefühl habe nicht weglaufen zu können und hilflos zu sein und zweitens hatte ich meine Ana wieder bei mir, die mir ständig mit der Vorstellung kam, wenn ich mich nicht bewege, dann werde ich unweigerlich fett und hässlich. Entsprechend gelaunt war ich und natürlich habe ich versucht so wenig wie möglich zu essen, was am Wochenende schwer ist, wenn mich die ganze Familie im Blick hat.

Zu allem Überfluss sind wir dann am Samstagabend noch essen gegangen und ich bin mit Bandage humpelnd ins Restaurant gegangen, was mir natürlich nicht wirklich gefallen hat. Trotzdem habe ich es irgendwie überstanden, ich durfte immerhin einen Salat essen und ich habe es geschafft einigermaßen normal zu laufen auch wenn es weh tat.

Immerhin hat das Schonen des Fußes etwas gebracht und so konnte ich am Sonntag wieder eine kleine Runde mit dem Hund gehen und am Montag war ich wieder soweit fit, dass mein Mann wieder ins Büro gehen konnte und ich unser Wölfchen wieder normal ausführen konnte.

Momentan zwickt es nur noch leicht im Fuß und ich bin zuversichtlich, dass ich nach den Ferien in 2 Wochen wieder Sport machen kann.

Dafür trifft mich momentan ein weiteres belastendes Ereignis – davon schreibe ich im nächsten Blogeintrag, da ich noch nicht weiß, wann ich es schaffe darüber zu schreiben, da es noch so frisch ist….

23.2.17 19:28

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